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Stefan Mey

Stefan Mey

IT-Journalist, erfolgreicher Buchautor, Darknet Experte

Stefan Mey ist IT-Journalist und erfolgreicher Buchautor. Er ist 1981 in Halle (Saale) geboren und hat in seiner Heimat Halle sowie in Berlin und Potsdam Soziologie und Publizistik studiert. Seit Beginn des Studiums schreibt und konzipiert er und führt Interviews. Er hat unter anderem eines der wenigen deutschen Interviews mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange geführt.

In seiner Heimat Sachsen-Anhalt hat er eine anzeigenfinanzierte, nichtkommerzielle Jugendzeitschrift („YOUnique“) gegründet. Nach dem Studium führte in ein kurzer Ausflug in die Startup-Welt. Zusammen mit zwei Mitgründern hat er ein Onlinedating-Startup („Loverty“) gelauncht und bald jedoch gemerkt, dass sein Herz für den Journalismus schlägt. Aus dieser Zeit hat er viele Einblicke in die spezifischen Mechanismen des Medien- und Internetmarktes und in die Logik von Technologieunternehmen mitgenommen.

Über Internet und Technologie schreibt Stefan Mey für verschiedene General Interest-Medien (wie Le Monde Diplomatique oder ZDF Online) , Branchenmedien (Deutsches Ärzteblatt oder Internet World Business) sowie IT-Medien (Heise online oder Golem). Bei seiner journalistischen Arbeit schaut er vor allem auf die ökonomischen und politischen Auswirkungen technologischer Entwicklungen: Wer hat das Sagen im Netz? Was bedeutet die Wirtschaftsmacht der großen IT-Konzerne? Was bedeutet die Überwachbarkeit des Netzes für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Welche Gegenmodelle gibt es zum Internet, wie wir es heute vorfinden?

Eines seiner Spezialthemen ist das Darknet, das gleichermaßen Spiegelbild des bekannten Internet sowie Projektionsfläche für digitale Ängste und für politische Utopien ist. Im September 2017 hat er im Verlag C.H.Beck ein Sachbuch über dieses kontroverse Thema geschrieben: „Darknet: Waffen, Drogen, Whistleblower – Wie die digitale Unterwelt funktioniert“. Sein Darknet-Buch hat zu einer großen Medienresonanz geführt. Es gab mehr als 20 Interviews in allen Mediengattungen und in allen deutschsprachigen Ländern.

Vortragsthemen Stefan Mey

Darknet: Drogen, Waffen – und politische Utopien in der digitalen Unterwelt

Im „Darknet“ verorten die einen Freiheit und die Utopien, die das Internet einst versprach. Andere sehen dort alles Schlechte im Menschen verwirklicht. Und tatsächlich gibt es beide Seiten der digitalen Unterwelt.

Verschiedene Medien wie die Washington Post, der Guardian oder die deutsche Tageszeitung taz haben im Darknet abhörsichere Postfächer für Whistleblower installiert, die New York Times und die taz stellen gleich ihre gesamten Inhalte auch im Darknet zur Verfügung. Auch linke IT-Kollektive und Menschenrechtsgruppen haben das Darknet für sich entdeckt.

Es werden aber auch digitale sowie realweltliche Waffen verkauft, und zum Leidwesen vieler Technologie-Aktivisten kursieren noch viel üblere Inhalte in versteckten Unterwelt-Foren.

Zur Zeit ist das Darknet vor allem eine große Einkaufsmeile. Auf Darknet-Shops werden via Bitcoin vor allem illegale Party-. Entspannungs- und Aufputschdrogen gehandelt. Diese Parallelökonomie, die den legalen E-Commerce von Amazon oder Zalando imitiert, bewerten Suchtforscher trotz aller Risiken überraschend differenziert. Ihrer Meinung nach kann Drogenkonsum so sicherer und sauberer werden. Bei diesem „Dark Commerce“ entfällt der Offline-Kontakt mit Dealermilieus, und ein ausgefeiltes Nutzer-Bewertungssystem ermöglicht es, die voraussichtliche „Qualität“ und Sauberkeit von Substanzen zu beurteilen

Wir schauen uns die unterschiedlichen Gesichter des Darknets an. Auf einer Reise ins Ungewisse erfahren Sie, wie das zur Zeit bekannteste Darknet funktioniert, wer die dahinter stehende Anonymisierungstechnologie Tor finanziert und was die Wissenschaft über die digitale Unterwelt weiß. Sie werden erfahren, was sich dort an spannenden und an problematischen Inhalten abspielt.

Am Ende werden wir diskutieren, inwiefern die digitale Unterwelt als Gegenmodell zum heutigen Internet mit seiner umfassenden Überwachbarkeit taugt und ob sich dort nicht eines Tages vielleicht sogar ein besseres und freieres Internet der Zukunft entwickeln könnte. Denn, so lautet die These des Referenten: das Internet in seinem heutigen Zustand ist mindestens so besorgniserregend wie das Darknet.

Wirtschaften im Dunkeln – Wieso der „Darknet Commerce“ trotz Allem funktioniert

Der Onlinehandel, wie wir ihn kennen, hat einen gern verschwiegenen Bruder, den „Dark Commerce“. Nicht Schuhe oder Bücher werden dort gehandelt, sondern fast ausschließlich Illegales: Party-, Entspannungs- und Aufputschdrogen, verschreibungspflichtige Medikamente, Falschgeld, gefälschte Pässe und gehackte Kreditkartendaten. Die großen Marktplätze im Darknet nennen sich „Dream Market“ oder „The Majestic Garden“.

Diese Welt scheint anders als alles, was man kennt. Ist sie das wirklich? Der Dark Commerce ähnelt verblüffend dem legalen E-Commerce, wie wir ihn von Amazon, Zalando oder Otto.de kennen. Es gibt Marktplatzregeln und Produktpolitiken, die dafür sorgen, dass die übelsten Dinge auf diesen Märkten keinen Platz haben. Es gibt Freunde-werben-Freunde-Modelle, Black-Friday-Rabatte, Klick-basierte Werbemodelle und fertige Shopsysteme. Manch ein Darknet-Marktplatz hat sogar PR- und Social-Media-Verantwortliche.

Um Geschäfte zu machen, braucht man Vertrauen. Das ist kaum möglich, wenn keine Partei die andere kennt. Trotzdem klappt es – über ein ausgefeiltes System von Nutzerbewertungen.

Vor allem Drogen werden auf auf diesen Marktplätzen gehandelt. Das hat, wie die Suchtforschung diskutiert, neben Gefahren auch gesellschaftliche Chancen: der Drogenkauf wird sicherer, weil niemand mehr direkten Kontakt mit Dealern hat – und sauberer, weil über das Feedback-System der Märkte eine effektive Qualitätskontrolle erfolgt. Es ist denkbar, dass der Drogenhandel mit der Zeit immer mehr ins Digitale abwandert.

Was weiß man über diese Marktplätze im Dunkeln? Wo ähneln sie dem klassischen E-Commerce? Wie funktioniert Marketing auf Darknet-Märkten? Führt der Dark Commerce zu einer „digitalen Disruption“ des Drogenhandels? Wie ermittelt die Polizei und wie schafft sie es, im Dunkeln immer wieder Ermittlungserfolge zu feiern? Was verrät uns der Dark Commerce über die Logik von Online-Handel?

Der Vortrag zeigt, wie sich der digitale Kapitalismus auch die Unterwelt des Darknets erschlossen hat und eröffnet einen anderen Blick auf digitale Wirtschaft, Technologie, Dynamik und Moral.

Wem gehört das Netz? Die Wirtschaftsmacht von Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft

Als es mit dem Internet richtig losging, gab es große Utopien für einen Cyberspace frei von Zentralisierung und Konzentration. Heute ist man weit von dieser Vorstellung entfernt. Die halbe Infrastruktur des westlichen Internets gehört zu fünf großen Konzernen: Google, Facebook, Apple, Amazon und Microsoft

Den Markt der PC-Betriebssysteme beispielsweise dominieren Microsoft und Apple, bei mobilen Betriebssysteme geben Google und Apple den Ton an. Auf dem Markt der Suchmaschinen hat Google in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 90%, und Amazon wickelt knapp die Hälfte des kompletten deutschen Onlinehandels ab. Zum Facebook-Konzern gehört das größte soziale Netzwerk, mit Whatsapp zudem der wichtigsten Smartphone-Messenger und mit Instagram das wichtigste Bildernetzwerk.

Egal ob auf dem Markt der Betriebssysteme, der sozialen Netzwerke und des Onlinehandels oder im Bereich von Bürosoftware, Cloud-Dienstleistungen, App-Marktplätzen und Werbenetzwerken – sehr oft gibt es ein Quasimonopol oder ein Oligopol von mehreren dieser fünf Giganten.

Das bedeutet zum einen, dass sich die digitale Wertschöpfung auf eine kleine Gruppe von IT-Konzernen konzentriert. Zum anderen ballen sich die Daten der halben Menschheit in den Rechenzentren dieser Konzerne. Im Geschäfts- wie Privatleben ist es kaum möglich, das Internet zu nutzen, ohne dass Daten und Umsätze auch bei einem der Fünf landen.

Aktuell gibt es für dieses Problem noch keine funktionierende Lösung, aber es gibt einzelne Antworten: Dezentralisierung, Open-Source-Software, digitale Selbstverteidigung, Projekte von nicht-kommerziellen Netz-Initiativen oder von Branchenallianzen.

Der Vortrag portraitiert diese schiefe digitale Welt: Wie drückt sich die Wirtschaftsmacht von Google, Facebook, Apple, Amazon und Microsoft konkret aus? Was gehört ihnen alles, und wem gehören die IT-Giganten? Wie ist es im riesigen Internet zu solch konzentrierten Verhältnissen gekommen? Welche Rolle spielen Mechanismen wie der Netzwerk- und der Plattformeffekt? Und welche Gegenmodelle und -strategien gibt es?

Ein anderes Internet? Die digitalen Gegenwelten von Wikipedia & Co.

Das Internet der westlichen Welt wird von fünf großen IT-Konzernen dominiert: Google, Amazon, Facebook, Microsoft und Apple. Diese bilden in vielen Bereichen jeweils ein Quasimonopol oder in wechselnden Konstellationen ein Oligopol.

Google als Suchmaschine hat in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 90%, Amazon wickelt hierzulande knapp die Hälfte des gesamten Onlinehandels ab. Den globalen Markt der PC-Betriebssysteme teilen sich Microsoft und Apple. Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk.

Diese Verhältnisse führen zum einen zu einer bedenklichen Konzentration der Wertschöpfung auf wenige Unternehmen und eine kleine Weltregion. Zum anderen ballen sich auf den Datenbanken der großen Fünf die Nutzungsdaten der westlichen Welt. Geheimdienste versuchen mit irrsinnig großen Ressourcen, diese Daten abzugreifen und für mitunter zweifelhafte Zwecke nutzbar zu machen. Das Internet ist kaputt, so lautet ein resignierendes Bonmot.

Es gibt allerdings Hoffnung, in Form einer digitalen Gegenwelt. In dieser Welt ist Software keine Blackbox, sondern als „Open Source“ für alle einsehbar und frei verwendbar. In dieser digitalen Gegenwelt liegt der Fokus nicht auf dem Sammeln möglichst vieler Daten und dem Shareholder Value, sondern auf gesellschaftlichem Nutzen. Anwender der Technologien sind mehr als reine Datenpunkte.

Zu dieser nicht-profitorientierten Gegenwelt gehören beispielsweise die Onlineenzylopädie Wikipedia, die Mozilla-Stiftung mit dem Browser Firefox, das alternative Betriebssystem Linux, die Google-Maps-Alternative Open Street Maps, Wikileaks, der freie App-Marktplatz F-Droid und die Anonymisierungssoftware Tor.

Der Vortrag portraitiert diese Akteurs-Landschaft: Wie sieht sie aus? Was macht sie anders als die klassische Digitalwirtschaft? Wie finanziert sich das Non-Profit-Netz? Was lässt sich von den bestehenden Erfolgsgeschichten lernen, was lässt sich verbessern? Und wieso braucht es eine solche Gegenwelt dringend?

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IT-Journalist, erfolgreicher Buchautor, Darknet Experte

Stefan Mey ist IT-Journalist und erfolgreicher Buchautor. Er ist 1981 in Halle (Saale) geboren und hat in seiner Heimat Halle sowie in Berlin und Potsdam Soziologie und Publizistik studiert. Seit Beginn des Studiums schreibt und konzipiert er und führt Interviews. Er hat unter anderem eines der wenigen deutschen Interviews mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange geführt.

In seiner Heimat Sachsen-Anhalt hat er eine anzeigenfinanzierte, nichtkommerzielle Jugendzeitschrift („YOUnique“) gegründet. Nach dem Studium führte in ein kurzer Ausflug in die Startup-Welt. Zusammen mit zwei Mitgründern hat er ein Onlinedating-Startup („Loverty“) gelauncht und bald jedoch gemerkt, dass sein Herz für den Journalismus schlägt. Aus dieser Zeit hat er viele Einblicke in die spezifischen Mechanismen des Medien- und Internetmarktes und in die Logik von Technologieunternehmen mitgenommen.

Über Internet und Technologie schreibt Stefan Mey für verschiedene General Interest-Medien (wie Le Monde Diplomatique oder ZDF Online) , Branchenmedien (Deutsches Ärzteblatt oder Internet World Business) sowie IT-Medien (Heise online oder Golem). Bei seiner journalistischen Arbeit schaut er vor allem auf die ökonomischen und politischen Auswirkungen technologischer Entwicklungen: Wer hat das Sagen im Netz? Was bedeutet die Wirtschaftsmacht der großen IT-Konzerne? Was bedeutet die Überwachbarkeit des Netzes für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Welche Gegenmodelle gibt es zum Internet, wie wir es heute vorfinden?

Eines seiner Spezialthemen ist das Darknet, das gleichermaßen Spiegelbild des bekannten Internet sowie Projektionsfläche für digitale Ängste und für politische Utopien ist. Im September 2017 hat er im Verlag C.H.Beck ein Sachbuch über dieses kontroverse Thema geschrieben: „Darknet: Waffen, Drogen, Whistleblower – Wie die digitale Unterwelt funktioniert“. Sein Darknet-Buch hat zu einer großen Medienresonanz geführt. Es gab mehr als 20 Interviews in allen Mediengattungen und in allen deutschsprachigen Ländern.

Vortragsthemen Stefan Mey

Darknet: Drogen, Waffen – und politische Utopien in der digitalen Unterwelt

Im „Darknet“ verorten die einen Freiheit und die Utopien, die das Internet einst versprach. Andere sehen dort alles Schlechte im Menschen verwirklicht. Und tatsächlich gibt es beide Seiten der digitalen Unterwelt.

Verschiedene Medien wie die Washington Post, der Guardian oder die deutsche Tageszeitung taz haben im Darknet abhörsichere Postfächer für Whistleblower installiert, die New York Times und die taz stellen gleich ihre gesamten Inhalte auch im Darknet zur Verfügung. Auch linke IT-Kollektive und Menschenrechtsgruppen haben das Darknet für sich entdeckt.

Es werden aber auch digitale sowie realweltliche Waffen verkauft, und zum Leidwesen vieler Technologie-Aktivisten kursieren noch viel üblere Inhalte in versteckten Unterwelt-Foren.

Zur Zeit ist das Darknet vor allem eine große Einkaufsmeile. Auf Darknet-Shops werden via Bitcoin vor allem illegale Party-. Entspannungs- und Aufputschdrogen gehandelt. Diese Parallelökonomie, die den legalen E-Commerce von Amazon oder Zalando imitiert, bewerten Suchtforscher trotz aller Risiken überraschend differenziert. Ihrer Meinung nach kann Drogenkonsum so sicherer und sauberer werden. Bei diesem „Dark Commerce“ entfällt der Offline-Kontakt mit Dealermilieus, und ein ausgefeiltes Nutzer-Bewertungssystem ermöglicht es, die voraussichtliche „Qualität“ und Sauberkeit von Substanzen zu beurteilen

Wir schauen uns die unterschiedlichen Gesichter des Darknets an. Auf einer Reise ins Ungewisse erfahren Sie, wie das zur Zeit bekannteste Darknet funktioniert, wer die dahinter stehende Anonymisierungstechnologie Tor finanziert und was die Wissenschaft über die digitale Unterwelt weiß. Sie werden erfahren, was sich dort an spannenden und an problematischen Inhalten abspielt.

Am Ende werden wir diskutieren, inwiefern die digitale Unterwelt als Gegenmodell zum heutigen Internet mit seiner umfassenden Überwachbarkeit taugt und ob sich dort nicht eines Tages vielleicht sogar ein besseres und freieres Internet der Zukunft entwickeln könnte. Denn, so lautet die These des Referenten: das Internet in seinem heutigen Zustand ist mindestens so besorgniserregend wie das Darknet.

Wirtschaften im Dunkeln – Wieso der „Darknet Commerce“ trotz Allem funktioniert

Der Onlinehandel, wie wir ihn kennen, hat einen gern verschwiegenen Bruder, den „Dark Commerce“. Nicht Schuhe oder Bücher werden dort gehandelt, sondern fast ausschließlich Illegales: Party-, Entspannungs- und Aufputschdrogen, verschreibungspflichtige Medikamente, Falschgeld, gefälschte Pässe und gehackte Kreditkartendaten. Die großen Marktplätze im Darknet nennen sich „Dream Market“ oder „The Majestic Garden“.

Diese Welt scheint anders als alles, was man kennt. Ist sie das wirklich? Der Dark Commerce ähnelt verblüffend dem legalen E-Commerce, wie wir ihn von Amazon, Zalando oder Otto.de kennen. Es gibt Marktplatzregeln und Produktpolitiken, die dafür sorgen, dass die übelsten Dinge auf diesen Märkten keinen Platz haben. Es gibt Freunde-werben-Freunde-Modelle, Black-Friday-Rabatte, Klick-basierte Werbemodelle und fertige Shopsysteme. Manch ein Darknet-Marktplatz hat sogar PR- und Social-Media-Verantwortliche.

Um Geschäfte zu machen, braucht man Vertrauen. Das ist kaum möglich, wenn keine Partei die andere kennt. Trotzdem klappt es – über ein ausgefeiltes System von Nutzerbewertungen.

Vor allem Drogen werden auf auf diesen Marktplätzen gehandelt. Das hat, wie die Suchtforschung diskutiert, neben Gefahren auch gesellschaftliche Chancen: der Drogenkauf wird sicherer, weil niemand mehr direkten Kontakt mit Dealern hat – und sauberer, weil über das Feedback-System der Märkte eine effektive Qualitätskontrolle erfolgt. Es ist denkbar, dass der Drogenhandel mit der Zeit immer mehr ins Digitale abwandert.

Was weiß man über diese Marktplätze im Dunkeln? Wo ähneln sie dem klassischen E-Commerce? Wie funktioniert Marketing auf Darknet-Märkten? Führt der Dark Commerce zu einer „digitalen Disruption“ des Drogenhandels? Wie ermittelt die Polizei und wie schafft sie es, im Dunkeln immer wieder Ermittlungserfolge zu feiern? Was verrät uns der Dark Commerce über die Logik von Online-Handel?

Der Vortrag zeigt, wie sich der digitale Kapitalismus auch die Unterwelt des Darknets erschlossen hat und eröffnet einen anderen Blick auf digitale Wirtschaft, Technologie, Dynamik und Moral.

Wem gehört das Netz? Die Wirtschaftsmacht von Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft

Als es mit dem Internet richtig losging, gab es große Utopien für einen Cyberspace frei von Zentralisierung und Konzentration. Heute ist man weit von dieser Vorstellung entfernt. Die halbe Infrastruktur des westlichen Internets gehört zu fünf großen Konzernen: Google, Facebook, Apple, Amazon und Microsoft

Den Markt der PC-Betriebssysteme beispielsweise dominieren Microsoft und Apple, bei mobilen Betriebssysteme geben Google und Apple den Ton an. Auf dem Markt der Suchmaschinen hat Google in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 90%, und Amazon wickelt knapp die Hälfte des kompletten deutschen Onlinehandels ab. Zum Facebook-Konzern gehört das größte soziale Netzwerk, mit Whatsapp zudem der wichtigsten Smartphone-Messenger und mit Instagram das wichtigste Bildernetzwerk.

Egal ob auf dem Markt der Betriebssysteme, der sozialen Netzwerke und des Onlinehandels oder im Bereich von Bürosoftware, Cloud-Dienstleistungen, App-Marktplätzen und Werbenetzwerken – sehr oft gibt es ein Quasimonopol oder ein Oligopol von mehreren dieser fünf Giganten.

Das bedeutet zum einen, dass sich die digitale Wertschöpfung auf eine kleine Gruppe von IT-Konzernen konzentriert. Zum anderen ballen sich die Daten der halben Menschheit in den Rechenzentren dieser Konzerne. Im Geschäfts- wie Privatleben ist es kaum möglich, das Internet zu nutzen, ohne dass Daten und Umsätze auch bei einem der Fünf landen.

Aktuell gibt es für dieses Problem noch keine funktionierende Lösung, aber es gibt einzelne Antworten: Dezentralisierung, Open-Source-Software, digitale Selbstverteidigung, Projekte von nicht-kommerziellen Netz-Initiativen oder von Branchenallianzen.

Der Vortrag portraitiert diese schiefe digitale Welt: Wie drückt sich die Wirtschaftsmacht von Google, Facebook, Apple, Amazon und Microsoft konkret aus? Was gehört ihnen alles, und wem gehören die IT-Giganten? Wie ist es im riesigen Internet zu solch konzentrierten Verhältnissen gekommen? Welche Rolle spielen Mechanismen wie der Netzwerk- und der Plattformeffekt? Und welche Gegenmodelle und -strategien gibt es?

Ein anderes Internet? Die digitalen Gegenwelten von Wikipedia & Co.

Das Internet der westlichen Welt wird von fünf großen IT-Konzernen dominiert: Google, Amazon, Facebook, Microsoft und Apple. Diese bilden in vielen Bereichen jeweils ein Quasimonopol oder in wechselnden Konstellationen ein Oligopol.

Google als Suchmaschine hat in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 90%, Amazon wickelt hierzulande knapp die Hälfte des gesamten Onlinehandels ab. Den globalen Markt der PC-Betriebssysteme teilen sich Microsoft und Apple. Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk.

Diese Verhältnisse führen zum einen zu einer bedenklichen Konzentration der Wertschöpfung auf wenige Unternehmen und eine kleine Weltregion. Zum anderen ballen sich auf den Datenbanken der großen Fünf die Nutzungsdaten der westlichen Welt. Geheimdienste versuchen mit irrsinnig großen Ressourcen, diese Daten abzugreifen und für mitunter zweifelhafte Zwecke nutzbar zu machen. Das Internet ist kaputt, so lautet ein resignierendes Bonmot.

Es gibt allerdings Hoffnung, in Form einer digitalen Gegenwelt. In dieser Welt ist Software keine Blackbox, sondern als „Open Source“ für alle einsehbar und frei verwendbar. In dieser digitalen Gegenwelt liegt der Fokus nicht auf dem Sammeln möglichst vieler Daten und dem Shareholder Value, sondern auf gesellschaftlichem Nutzen. Anwender der Technologien sind mehr als reine Datenpunkte.

Zu dieser nicht-profitorientierten Gegenwelt gehören beispielsweise die Onlineenzylopädie Wikipedia, die Mozilla-Stiftung mit dem Browser Firefox, das alternative Betriebssystem Linux, die Google-Maps-Alternative Open Street Maps, Wikileaks, der freie App-Marktplatz F-Droid und die Anonymisierungssoftware Tor.

Der Vortrag portraitiert diese Akteurs-Landschaft: Wie sieht sie aus? Was macht sie anders als die klassische Digitalwirtschaft? Wie finanziert sich das Non-Profit-Netz? Was lässt sich von den bestehenden Erfolgsgeschichten lernen, was lässt sich verbessern? Und wieso braucht es eine solche Gegenwelt dringend?

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